Sünkel Media & Merch

App-Baukasten oder eigene App?

Eine App selbst zusammenklicken klingt verlockend, und für manche Vorhaben ist es der richtige Weg. Es gibt aber drei Punkte, an denen die Rechnung kippt.

Lesezeit 6 MinutenStand September 2026Sünkel Media & Merch, München

Was Baukästen wirklich können

Baukästen und No-Code-Werkzeuge sind in den letzten Jahren gut geworden. Eine Liste, ein Formular, ein Kalender und ein Login stehen an einem Nachmittag. Für einen internen Ablauf, ein Vereinsverzeichnis oder eine erste Fassung, mit der ihr eine Idee prüfen wollt, ist das eine gute Wahl.

Wir sagen euch das auch dann, wenn wir dadurch keinen Auftrag bekommen. Eine App bauen zu lassen, die ein Baukasten genauso gut kann, ist verschwendetes Geld.

Punkt eins: der Preis kommt monatlich

Baukästen kosten wenig am Anfang und dauerhaft etwas. Meist pro Nutzer, oft pro Datensatz, manchmal pro Aufruf. Ein internes Werkzeug für fünf Leute bleibt günstig. Sobald hundert Leute damit arbeiten, steht eine vierstellige Summe im Jahr, und sie steigt mit eurem Erfolg.

Punkt zwei: die Grenze kommt später, aber sie kommt

Der Anfang geht schnell, die letzten zwanzig Prozent gehen gar nicht. Typische Wände: eine Rechenregel, die das Werkzeug nicht vorsieht. Eine Schnittstelle zu eurer vorhandenen Software. Ein Bildschirm, der anders aussehen soll als vorgesehen. Arbeiten ohne Netz. Push-Nachrichten, die zuverlässig ankommen.

An dieser Wand steht ihr mit einer halben Lösung und der Frage, ob ihr neu anfangt.

Punkt drei: es gehört euch nicht

Was im Baukasten entsteht, lebt im Baukasten. Ändert der Anbieter die Preise, ändert er sie für euch. Stellt er das Werkzeug ein, habt ihr ein Problem. Einen Export gibt es meist für die Daten, selten für die Anwendung selbst.

Das ist der Punkt, der uns von Kunden am häufigsten genannt wird: Sie wollen nicht, dass ihr Betrieb von der Preisliste eines Anbieters abhängt.

Eine brauchbare Faustregel

Kann man eine Baukasten-App später übernehmen?

Die Daten fast immer, die Anwendung selten. Rechne damit, dass die Anwendung neu gebaut wird — dafür weißt du dann genau, was sie können muss.

Kommt eine Baukasten-App in den App Store?

Manche Anbieter ermöglichen das. Die Stores prüfen allerdings, ob eine App eigenständigen Wert hat; reine Verpackungen einer Website werden regelmäßig abgelehnt.

Was kostet ein Baukasten wirklich?

Rechne über fünf Jahre und mit der Nutzerzahl, die ihr dann habt. So siehst du, was er euch wirklich kostet.

Ratet ihr uns von Baukästen ab?

Nein. Wir sagen euch, wenn ein Baukasten für euren Fall reicht. Das kommt öfter vor, als man denkt.

Was ist der Unterschied zu No-Code?

Kaum einer. No-Code ist der neuere Name für dieselbe Idee, bei der man eine App zusammenklickt. Die Vorteile und Grenzen sind dieselben.