Die Konten laufen auf dich
Die App gehört dir, darum liegt sie in deinen Entwicklerkonten. Wir richten sie mit dir ein und arbeiten dann in deinem Namen.
- Apple Developer Program: rund 99 Euro im Jahr. Firmen und Vereine brauchen eine D-U-N-S-Nummer, die kostenlos ist, aber einige Tage bis Wochen dauert. Beantrage sie früh.
- Google Play Console: einmalig 25 US-Dollar. Google prüft die Identität, bei Organisationen ebenfalls über die D-U-N-S-Nummer. Private Konten müssen vor der ersten Veröffentlichung eine geschlossene Testphase mit mindestens zwölf Testern über 14 Tage durchlaufen.
Der Händlerstatus für die EU
Seit dem Digital Services Act muss jeder, der in der EU Apps anbietet, in App Store Connect seinen Händlerstatus hinterlegen. Fehlt er, liefert Apple die App in keinem EU-Land aus, während sie in der Schweiz oder den USA längst sichtbar ist. Wir haben das selbst erlebt: Die App stand auf „bereit zum Verkauf“, in Deutschland fand sie trotzdem niemand. Der Haken saß unter „Geschäftliches“. Seitdem ist dieser Punkt bei uns der erste auf der Liste.
Was der Store-Eintrag braucht
- Name, Untertitel, Beschreibung und Suchbegriffe.
- Screenshots in den geforderten Größen für iPhone, iPad und Android-Geräte.
- Ein Symbol in mehreren Auflösungen.
- Altersfreigabe über einen Fragebogen.
- Eine erreichbare Datenschutzerklärung im Netz.
- Die Datenschutz-Angaben: bei Apple der Fragebogen zum App-Datenschutz, bei Google der Abschnitt zur Datensicherheit. Beide fragen, welche Daten die App sammelt und wofür.
- Kontaktdaten für den Support, die Nutzer sehen.
Ein Detail aus der Praxis: Bei Apple lässt sich fast alles über die Schnittstelle einreichen, der Datenschutz-Fragebogen aber nur von Hand in der Weboberfläche. Fehlt er, meldet Apple nur „kann nicht geprüft werden“, ohne den Grund zu nennen. Wir kennen diese Meldung und wissen, wo wir suchen.
Die Prüfung
Apple prüft meist innerhalb von ein bis zwei Tagen, Google ähnlich, bei neuen Konten auch länger. Geprüft wird, ob die App tut, was sie verspricht, ob sie abstürzt, ob sie die Regeln einhält und ob die Angaben stimmen. Häufige Gründe für eine Ablehnung:
- Die App bietet ein Konto an, aber keinen Weg, es in der App zu löschen. Apple verlangt das seit 2022.
- Die Datenschutz-Angaben passen nicht zu dem, was die App wirklich sendet.
- Käufe in der App laufen an Apples Bezahlsystem vorbei, wo es Pflicht ist.
- Die App fragt Rechte ab, die sie nicht erklärt, etwa Standort oder Kamera.
- Der Prüfer hat keine Testzugänge bekommen und kommt nicht über die Anmeldung hinaus.
Eine Ablehnung ist kein Drama. Wir beheben den Grund und reichen neu ein. Das gehört zum Auftrag.
Nach der Freigabe
„Bereit zum Verkauf“ heißt nicht, dass die App sofort im Store zu finden ist. Apple braucht Minuten bis Stunden, bis die Store-Seite antwortet, und die Suche bis zu einem Tag. Darum schalten wir Download-Knöpfe auf deiner Website erst frei, wenn die Store-Seite wirklich erreichbar ist.
Pflichten, die nach dem Start kommen
- Google verlangt, dass Apps eine aktuelle Android-Zielversion ansprechen. Wer ein Jahr nichts tut, verliert Sichtbarkeit im Store.
- Ab Februar 2027 verlangt Google eine Verkleinerung und Verschleierung des Programmcodes. Wir haben das in unseren Apps bereits eingeschaltet.
- Ab April 2027 sollen Nutzer nach einem Gerätewechsel ohne erneutes Anmelden in der App landen. Auch das planen wir bei Apps mit Konto ein.
- Jedes Jahr im Herbst kommen neue iOS- und Android-Versionen. Apps müssen dann geprüft und meist aktualisiert werden.
Wie wir das für dich übernehmen, steht im Beitrag Pflege und Updates.