Sünkel Media & Merch

Zeiterfassung: fertige App kaufen oder eigene bauen?

Arbeitszeit muss aufgezeichnet werden. Offen ist nur, womit ihr das macht. Und diese Frage entscheidet sich meistens an einer einfachen Rechnung.

Lesezeit 6 MinutenStand September 2026Sünkel Media & Merch, München

Was fertige Anbieter gut können

Der Markt für Zeiterfassung ist voll, und das ist eine gute Nachricht. Die Anbieter haben Jahre in Details gesteckt, an die im ersten Entwurf niemand denkt: Pausenregeln, Feiertage je Bundesland, Überstundenkonten, Schichtzuschläge, Exporte für die Lohnbuchhaltung. Wer einen üblichen Betrieb mit üblichen Regeln führt, bekommt das für ein paar Euro pro Kopf und Monat.

In vielen Fällen raten wir euch zu einem Anbieter, da eine eigene Zeiterfassung ohne besondere Regeln mehr kostet, als sie bringt.

Wann eine eigene Lösung sinnvoll wird

Die Rechnung, die den Ausschlag gibt

Stell die einmaligen Kosten einer eigenen Lösung gegen die laufenden eines Anbieters, über fünf Jahre gerechnet. Vergiss dabei nicht, dass auch eine eigene App gepflegt werden will. Bei uns kostet das 150 bis 350 € im Monat, wenn wir die Pflege übernehmen.

GrößeAnbieter (4 €/Kopf/Monat, 5 Jahre)Eigene App (ab 12.500 € + Pflege 200 €)
15 Personenrund 3.600 €rund 24.500 €
60 Personenrund 14.400 €rund 24.500 €
150 Personenrund 36.000 €rund 24.500 €

Die Zahlen sind grobe Richtwerte und sollen nur zeigen, wo der Kipppunkt liegt. Bei kleinen Belegschaften gewinnt der Anbieter klar. Bei großen dreht sich das, und dann gehört euch die Lösung obendrein.

Was ihr in jedem Fall braucht

Sollen wir kaufen oder bauen lassen?

Bei üblichen Regeln und kleiner Belegschaft: kaufen. Bei eigenen Regeln, vielen Beschäftigten oder wenn die Zeit nur ein Teil eures Ablaufs ist: bauen lassen. Wir sagen euch offen, welcher Fall bei euch vorliegt.

Ist Zeiterfassung wirklich Pflicht?

Arbeitszeiten müssen aufgezeichnet werden. Wie genau, ist Sache des Arbeitsrechts und im Detail eine Frage für einen Anwalt. Technisch ändert das nichts an der Antwort.

Können wir Zeiten per Handy erfassen?

Ja. Start und Stopp am Handy ist der übliche Weg, auf Wunsch mit Erinnerung beim Verlassen der Baustelle.

Was ist mit dem Standort der Beschäftigten?

Standortdaten sind heikel und in vielen Betrieben mitbestimmungspflichtig. Wir bauen so etwas nur ein, wenn es geklärt ist.

Was passiert mit alten Daten beim Wechsel?

Vor dem Wechsel klären, ob und in welchem Format der bisherige Anbieter alles herausgibt. Wir übernehmen die Daten dann, soweit das Format es zulässt.